Skip Navigation

„Einschnitte – Blicke eines Kumpels in seinen Tagebau“

Der Hobbyfotograf und Bergmann Karl-Heinz Wandke zeigt seine Aufnahmen in der Slawenburg Raddusch.

Dargestellt wird die widersprüchliche Welt des Braunkohletagebaus, so wie er es täglich erlebt. Diese Sonderausstellung steht für die Kerben, die ein Abraumbagger in der Kultur-Landschaft Lausitz hinterlassen hat. Denn es wurde nicht nur Kohle abgebaut. Die jahrtausendalte Kulturhorizonte wurden unwiederbringlich zerstört. Herr Wandke zeigt die Wunden in der Landschaft sowie den ersten Neubeginn im Zuge der Rekultivierungsmaßnahmen.

Unverkennbar ist sein Stolz auf die technischen und logistischen Leistungen in „seinem“ Tagebau und wie dieser die Energieversorgung einer ganzen Region - eines ganzen Landes – sicherstellt.

Der Blick auf die geschundene Landschaft lässt aber auch das ungute Gefühl des Verlustes zurück.

Einschnitte sind es aber auch, wenn Abraumbagger plötzlich zerlegt werden. Diese Zerlegung ist auch ein Symbol für den Untergang der letzten Großindustrie in der Lausitz.  Emotionen und Diskussionen werden nah beieinanderstehen. Vom Baggerfahrer zum Ticketabreißer? Das wird wohl nicht funktionieren.

Die Fotos sollen dem Besucher die verschiedenen Blickwinkel des Lausitzer Tagebaus bewusst machen. Wie wurde die Lausitz geprägt und was bedeutet das noch heute? Wer einmal im Tagebau gearbeitet hat, schwitzt den Kohlenstaub noch nach Jahrzehnten aus – so heißt es. Eine Region ist durch die Kohle gewachsen und hat wissentlich Opfer in Kauf genommen.

Wie kann jetzt ein Neubeginn gelingen und worin liegt sie - unsere Zukunft?