Das Zeitalter der Slawen

Ab der Völkerwanderungszeit besiedelten nordwestslawische Bevölkerungsgruppen das heutige Gebiet um Mittel- und Ostdeutschland. In der Niederlausitz ließen sich die Lusizi nieder und gaben der Lausitz damit ihren heutigen Namen.

Die slawische Besiedlung ist durch spezielle Artefakte belegt. In der Vitrine für Siedlungsgeschichte ist ein geschnitztes Holzbrett von besonderer Bedeutung - eventuell der Kopfteil einer Wiege, welches im Original zu sehen ist - eines der sehr seltenen erhalten gebliebenen Zeugnisse slawischer Holzschnitzkunst. Knochen in den Vitrinen geben Auskunft über die Tierhaltung der Slawen. Eine einseitige Ernährung wurde durch den Anbau verschiedener Getreidesorten, wie Roggen, Hirse, Weizen und Gerste, vermieden. Die Schweine- und Rinderzucht gewann an Bedeutung. Sowohl die Ausbeute aus Jagd und Fischerei als auch eine große Auswahl an gesammelten Wildfrüchten rundeten die Ernährung der Slawen auf vielfältige Weise ab.